Der Neubau unseres Wohnkomplexes in der Dominicusstraße schreitet voran

Foto: Der Pinel-Verbund

Berlin, 15.06.2018 – In der Dominicusstraße 5-9 entsteht zurzeit der Neubau des Wohnkomplexes der Pinel gGmbH. Künftig finden hier Demenz-, Pflege-, Krisenwohngemeinschaften sowie Klient*innen aus dem Betreuten Wohnen (BEW) ihren Platz. Im Gebäude werden zudem einige Arbeits- und Beschäftigungseinrichtungen angesiedelt. Auch die Verwaltung des Pinel Verbundes wird nach der Fertigstellung des Bauvorhabens neue Büroräume im Haus beziehen. Wir sprachen mit dem Bauleiter, Frank Schoenfeld, dem für die Haustechnik zuständigen Till Usadel sowie dem Hochbaupolier, Sascha Wödkenberg, über die aktuellen Baumaßnahmen.

Herr Schönfeld, der Rohbau in der Dominicusstraße 5-9 ist in vollem Gange. Wie ist der aktuelle Stand? Welches Geschoss wird gerade gebaut?

Wir haben jetzt das dritte Geschoss erreicht, jetzt finden die Bewehrungsarbeiten an den Wänden im dritten Obergeschoss statt. Die Betonage im dritten OG wird nun ebenfalls durchgeführt. Anschließend werden sukzessive vier weitere Geschosse gemacht. Wir planen, alle zwei bis drei Wochen ein Geschoß fertigzustellen. … mehr

Pinel-Wäschereien Mangelware und Güntzelstraße

Foto: Der Pinel-Verbund

Berlin, 14.06.2018 – Der Pinel Verbund bietet vielseitige betreute Beschäftigungs- und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit psychischen Erkrankungen an.

Die Pinel-Wäschereien Mangelware und Güntzelstraße bedienen seit 17 bzw. 20 Jahren Privat- und Gewerbekunden aus Berlin. In dieser Zeit haben die beiden Wäschereien einen hervorragenden Ruf erworben. Zahlreiche Stammkunden, zu denen sowohl Privat- als auch Gewerbekunden zählen, sorgen für regelmäßige Aufträge, sodass „Mangelware“ und „Güntzelstraße“ immer genug zu tun haben.

Die in der Wäscherei Mangelware tätigen Klient*innen holen viermal pro Woche die Wäsche mit dem Auto ab und liefern anschließend die gewaschene und gebügelte Kleidung direkt an den Kunden. … mehr

Abschluss der Pinel-T4-Ausstellung im Tourist-Information-Center des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz II-Birkenau

Foto: Der Pinel Verbund / Michael Gollnow und Lucyna Brendle

Berlin, 14.06.2018 – Diese Woche geht die Pinel-T4-Ausstellung “Töten aus Überzeugung – Die nationalsozialistischen ‘Euthanasie`-Morde in Deutschland und Europa“ im Tourist-Information-Center des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz II-Birkenau zu Ende.

Die Ausstellung, welche in Anwesenheit des Bürgermeisters von Oswiecim (Auschwitz), Herrn Alber Bartosz, dem Landrat der Gemeinde, Herrn Zbigniew Starzec, und dem Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Dr. Groß, am 8. Mai 2018 eröffnet wurde, war ein großer Erfolg. Nach Informationen aus Oswiecim gehen wir davon aus, dass die Ausstellung von Tausenden von Menschen besucht wurde. … mehr

Marius Greuél im Interview zum Forum Psychische Gesundheit

Foto: Der Pinel Verbund / Marius Greuél, Geschäftsführer von Pinel Medizin

Berlin, 06.06.2018 – Am 6. Juni startet der 21. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit. An der renommierten Veranstaltung nehmen neben der Fachöffentlichkeit auch über 8.000 Entscheider*innen aus dem Gesundheitswesen und der Politik teil. Im Rahmen des Hauptstadtkongresses findet das Forum Psychische Gesundheit statt. Das diesjährige Forum steht unter dem Titel „Seelische Erkrankung und dann? Berliner Versorgungsstrukturen stellen sich vor.“

Wir sprachen mit Marius Greuél, dem Geschäftsführer von Pinel Medizin, über die Themen des Forums.

Herr Greuél, was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Highlights beim diesjährigen Forum Psychische Gesundheit?

Aus meiner Sicht sind es drei ganz wichtige Innovationen: Ein Highlight ist der Vortrag des Geschäftsführers von Pinel Netzwerk, Herrn Dr. Thomas Floeth, zur Kooperation mit dem Verein für Psychiatrie und Seelische Gesundheit. Zusammen mit der Vorsitzenden des Praxisnetzes für Psychiatrie, Frau Dr. Alicia Navarro Urena, werden die beiden Referent*innen ausloten, welche Vernetzungen und integrierten Lösungen im Rahmen der Gemeindepsychiatrie, insbesondere mit den Kliniken und den Rehabilitationsträgern, möglich sind und inwieweit in Berlin unterschiedliche Modellvorhaben umsetzbar wären. Das ist ein ausgesprochen zu empfehlender Kongressbeitrag, der am 6. Juni, von 15:45 bis 16:30 Uhr, am Stand des Forums für Psychiatrie stattfindet. … mehr

Frank Große: „Der Bunte Spleen bezieht Stellung und vertritt Meinungen!“

Foto: Der Pinel Verbund

Berlin, 04.06.2018 – Letzte Woche ist die Jubiläumsausgabe vom Bunten Spleen – unserer Selbsthilfezeitung für Menschen mit Psychiatrieerfahrung – erschienen. Der Titel der aktuellen Ausgabe lautet „Einfach mal anders sein“. Die 78. Ausgabe enthält u.a. mehrere Artikel, Berichte, Gedichte, Geschichten, aktuelle Informationen, eine Buchrezension, ein Künstlerportrait sowie ein Hörstück.

Wir haben Frank Große zur Jubiläumsausgabe des Bunten Spleens befragt. Herr Große begleitet das Selbsthilfeprojekt sozialarbeiterisch und ist zugleich der verantwortliche Redakteur im Sinne des Presserechts.

Herr Große, was ist neu an der 78. Ausgabe des Bunten Spleens?

Die Ausgabe #78 hatte eine lange Vorlaufzeit – die Redaktion hat sich bereits längere Zeit mit dem Gedanken befasst, das Layout der Zeitung grundlegend zu überarbeiten und diesem Aspekt der Zeitung mehr Gewicht zu verleihen – Layout als Unterstützung der Beiträge und eigenem Stellenwert innerhalb des Spleens. … mehr

Eröffnung der Pinel-T4-Ausstellung zum Gedenktag der Befreiung vom Nationalsozialismus

Foto: Der Pinel Verbund

Berlin, 08.05.2018 – Am heutigen 8. Mai gedenken wir der Befreiung vom Nationalsozialismus, von Völkermord und der Millionen Opfer des Vernichtungsfeldzugs gegen andere Nationen und Völker, gegen Slawen und die europäischen Juden. Zugleich findet heute  vor dem „Tor des Todes“ des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz II-Birkenau die Eröffnung der Pinel-T4-Ausstellung „Töten aus Überzeugung – die NS-`Euthanasie`-Morde in Deutschland und Europa“ statt. Die Ausstellung dauert bis zum 16. Juni 2018 und wird unter der Honorar-Schirmherrschaft des Marschalls der Woiwodschaft Malopolska, Jacek Krupa, durchgeführt. … mehr

Frühlingskonzert im Pinellodrom

Foto: Frank Große / Die Band der Pinel gGmbH

Berlin, 04.05.2018 – Am vergangenen Freitag fand im Pinellodrom das 5. Frühlingskonzert statt. Die vier Bandmitglieder – Dascha Guntli, Anja Ulrich, Bernd Modersbach und Steffi Hintze – haben mit Klient*innen seit 2014 zahlreiche Werke geübt und aufgeführt. Auch in diesem Jahr machten die Pinel-Künstler*innen den Bandmitgliedern Kompositionsvorschläge und bereiteten sich 4 Monate lang auf die Aufführung vor. Die Band kam jeden Montag zusammen, um für das Konzert zu proben. Bei den Proben wurde geprüft, ob Musik und Gesang zusammenpassen. Am Ende entstanden Interpretationen, die den Vorstellungen der Klient*innen entsprochen haben. … mehr

Ausstellung zur NS-„Euthanasie“ vor dem „Tor des Todes“ des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz II-Birkenau

Foto: Der Pinel Verbund / Pinel-T4-Ausstellung

Berlin, 26.04.2018 – Am 8. Mai, um 13 Uhr, findet im Tourist Information Center von Oswiecim-Brzezinka / Polen die Eröffnung der Pinel-T4-Ausstellung „Die nationalistischen ‚Euthanasie‘-Morde in Deutschland und Europa“ statt. Das Tourist Information Center befindet sich 150 m vor dem „Tor des Todes“ des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz II-Birkenau. Die Ausstellung dauert bis zum 16. Juni 2018 und wird mit Unterstützung des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau durchgeführt. Die Ausstellungsräume stehen der interessierten Öffentlichkeit während der Öffnungszeiten des Tourist Information Center (Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr) offen. … mehr

Therapiehündin Lotta hilft psychisch beeinträchtigten Menschen

Foto: Der Pinel Verbund / Therapiehündin Lotta

Berlin, 09.03.2018 – Die Sozialarbeiterin der Pinel gGmbH, Katrin Müller, arbeitet am Pinel-Standort Buch als Bezugsbetreuerin von psychisch erkrankten Menschen. Ihr wichtigstes Hilfsmittel ist dabei ihre 7½-jährige Hündin Lotta – ein Mix aus Border Collie und Golden Retriever.

Das „Hundeprojekt“ richtet sich an alle Klient*innen der Pinel gGmbH. Hierbei handelt es sich um zwei Formen der tiergestützten Intervention. Zum einen um die sehr niederschwellig angelegte tiergestützte Aktivität, die durch den natürlichen Kontakt zwischen Mensch und Tier zur allgemeinen Steigerung der Lebensqualität beitragen kann. Und zum anderen um tiergestützte Pädagogik, bei der gezielt Lernprozesse initiiert werden, welche die emotionale und soziale Kompetenz verbessern können.

„Klient*innen mit Angststörungen erleben zum Beispiel durch das Führen, Spielen und Trainieren mit Lotta, dass sie den Alltag beeinflussen und kontrollieren können“, berichtet Katrin Müller. … mehr

Vortrag in Berlin: Prof. Sandra Steingard fordert eine Abkehr von einer zunehmend industrialisierten zu einer „langsamen“ Psychiatrie, die sich Zeit nimmt für die Entfaltung von Sinn und Beziehung

Am 28. Februar hielt die US-amerikanische Psychiaterin und Versorgungsforscherin Prof. Sandra Steingard im Pinellodrom, dem Kultur- und Veranstaltungszentrum des Pinel Verbundes, einen Vortrag zum Thema „Slow Psychiatrie“.

Foto: Der Pinel Verbund / Prof. Sandra Steingard bei der Vortragsveranstaltung im Pinellodrom

Frau Steingard diskutierte zunächst die Spannung zwischen einer krankheitszentrierten und einer medikamentenfokussierten Perspektive. Im einen Fall steht die Krankheit im Mittelpunkt und das Medikament wird nur in seiner Wirkung auf die Krankheit in Augenschein genommen. Im anderen Fall konzentriert man sich auf Wirkungen (und besonders die nicht gewünschten Nebenwirkungen) von Medikamenten und ihre Folgen für Gesundheit, Leben und Lebensqualität des Medikamenten­konsumenten. „Die Einnahme von Medikamenten kann dazu führen, dass Menschen weniger Antriebe haben. Sie sind weniger geneigt zu arbeiten oder Freundschaften zu pflegen“, sagte Frau Steingard. Diese Effekte könnten Frau Steingard zufolge eine Langzeitwirkung entfalten. Bei Klienten, die Medikamente reduzierten oder absetzen, könne es zwar zu Rückfallerscheinungen kommen, gleichzeitig zeigen aber viele Studien, dass vorsichtige Medikation, sensible Reduktion bis hin zum völligen Ausstieg mit einer wesentlich höheren Recovery-Rate, Beziehungsqualität und größeren Arbeitsmarktchancen einhergehen. … mehr