Schließungen verhindern! Aufruf zum Protest am 23.9. gegen Kürzungen in Tempelhof-Schöneberg

Tempelhof-Schöneberg ist der erste Berliner Bezirk, der die Mittel für psychosoziale Hilfsangebote drastisch kürzt. Betroffen sind Kontakt- und Beratungsstellen (KBS) für Menschen in psychischen Krisen ebenso wie Zuverdienstprojekte, die psychisch erkrankten Menschen Stabilität und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. So steht etwa die KBS am S-Bahnhof Schöneberg vor dem Aus, die Patientenbibliothek im Auguste-Viktoria-Klinikum muss schließen und ein Zuverdienstprojekt fällt den Kürzungen bereits zum Opfer.

Damit verschwinden über Jahrzehnte gewachsene Anlaufpunkte – ein fatales Signal für die ganze Stadt. Denn Berlin ist gesetzlich verpflichtet, niedrigschwellige psychosoziale Hilfen anzubieten. Statt dieser Pflichtversorgung nachzukommen, spart die Stadt seit Jahren systematisch an diesen Angeboten – durch unsichere Projektförderungen, fehlende Anpassungen an Kostensteigerungen und intransparente Haushaltsführung.

Die Einrichtungen arbeiten bereits am Limit. Jede weitere Kürzung reißt Lücken in die Versorgung, die langfristig zu höheren Folgekosten im Gesundheitssystem führen. Wer niedrigschwellige Hilfen streicht, lässt Menschen in seelischer Not allein.

Am Dienstag, 23.09., berät die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg in zweiter Lesung den Bezirkshaushalt. Während drinnen über die Kürzungen diskutiert wird, machen wir draußen Druck:

Kommt von 16 bis 18 Uhr zum Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, und protestiert mit uns lautstark gegen den Abbau psychosozialer Hilfen!

Unsere Forderungen:

  • Finanzierung aller psychosozialen Hilfen sichern!
  • Ausbau statt Abbau der Gemeindepsychiatrie!