KBS in Schöneberg vorerst gerettet

Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle von Pinel
in Schöneberg vorerst gerettet: Finanzierung für 2026 gesichert

Berlin, 25. März 2026

Die psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) im S-Bahnhof Schöneberg bleibt. Nun erhielt sie den Zuwendungsbescheid vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Für dieses Jahr ist die Finanzierung des Angebots der Pinel gGmbH – Initiative für psychisch Kranke somit gesichert. Der Einrichtung drohte zum Jahresende nach einem angekündigten Finanzierungsstopp durch den Bezirk das Aus. Pinel dankt allen Unterstützer*innen und fordert vom Land Berlin eine verlässliche und langfristig gesicherte Finanzierung für alle psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen.

Seit ihrer Gründung 1987 bietet die KBS im S-Bahnhof Schöneberg einen offenen sozialen Raum und eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, sozialen Schwierigkeiten oder Einsamkeit. Im Jahr 2025 verzeichnete die Einrichtung rund 3.600 Kontakte zu hilfesuchenden Personen.

Im September 2025 kündigte der Bezirk Tempelhof-Schöneberg einen Finanzierungsstopp für die psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) sowie für die Schöneberger Zuverdienstangebote der Pinel gGmbH an. Dies hätte ihre Schließung zur Folge gehabt. Auch andere soziale Träger waren von Kürzungen bedroht.

Nach einem breit angelegten Protest erhöhte der Berliner Senat im Zuge der Verhandlungen für den Doppelhaushalt 2026/2027 die PEP-Mittel (PEP = Psychiatrie-Entwicklungsprogramm) für zuwendungsfinanzierte psychosoziale Projekte. Im März bewilligte der Bezirk Tempelhof-Schöneberg die durch die Pinel gGmbH beantragten Zuwendungen für das Jahr 2026. Für 2027 wurde, so wie es das Zuwendungsrecht vorschreibt, ein weiterer Zuwendungsantrag gestellt.  

„Wir danken allen Menschen, die sich für den Erhalt unserer Kontakt- und Beratungsstelle und unserer Zuverdienstangebote in Schöneberg eingesetzt haben, von ganzem Herzen.“, sagt Anke Heinze, Geschäftsführerin der Pinel gGmbH. „Die große Solidarität und Unterstützung haben deutlich gemacht, wie unverzichtbar leicht zugängliche psychosoziale Angebote für die Berliner Stadtgesellschaft sind. Kontakt- und Beratungsstellen sind Teil der psychiatrischen Pflichtversorgung und gesetzlich verankert. Deshalb fordern wir den Berliner Senat dazu auf, diese endlich in die Regelfinanzierung aufzunehmen – damit Einrichtungen nicht jedes Jahr aufs Neue ihr Aus fürchten müssen.“

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