Präsentation der Pinel T4-Ausstellung im Staatlichen Museum in Stutthof

[Berlin, den 28.05.2019]

Vom 15. Juni bis 31. August 2019 zeigt das Staatliche Museum in Stutthof bei Danzig auf dem Gelände des ehemaligen deutschen KZ Stutthof die Pinel-Ausstellung „T4 – Töten aus Überzeugung – die nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘-Morde in Deutschland und Europa“.

© Foto: Pinel-Verbund

Die Ausstellung stellt in Fotografien, Dokumenten und nachgebildeten Szenen die grausamen „Euthanasie“-Verbrechen der Nationalsozialisten dar. Mit der Ausstellung knüpft die Pinel gGmbH nicht nur unmittelbar an die humanitäre Haltung ihres Namensgebers Philippe Pinel an, sondern übernimmt mit der Erinnerung an den tausendfachen Mord an Menschen mit seelischen Erkrankungen im Nationalsozialismus auch soziale und gesellschaftliche Verantwortung.

Das Staatliche Museum in Stutthof wurde am 12. März 1962 gegründet. Es hat sich die Sammlung und Bearbeitung der erhaltenen Dokumentation des Konzentrationslagers Stutthof zur Aufgabe gemacht. Das KZ Stutthof bestand ab 02. September 1939 und galt als das erste Konzentrationslager außerhalb deutscher Grenzen. Nach dem Überfall auf Polen wurden hier polnische Intellektuelle aus Danzig und Westpreußen interniert und ermordet. Seit 1942 kamen auch Transporte aus den übrigen besetzten Gebieten nach Stutthof. Mit der Durchführung der „Endlösung der Judenfrage“ wurde Stutthof im Juni 1944 zum Massenvernichtungslager. Am 09. Mai 1945 wurde das KZ von sowjetischen Truppen befreit. Das Archiv umfasst 69 000 Archiveinheiten, darunter Fragebögen der ehemaligen Häftlinge, Berichte und Erinnerungen.

Das Museum ist täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zum Staatlichen Museum in Stutthof finden Sie hier.

Hier können Sie mehr über die Ausstellung „T4 – Töten aus Überzeugung – die nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘-Morde in Deutschland und Europa“ erfahren.