Begehung des neuen Wohnhauses in der Dominicusstraße 5-9

[Berlin, den 14.03.2019]

Auf dem Weg zum neuen Wohnhaus: Florian Graf, Michael Gollnow, Ulrich Seeger, Monika Thamm und Burkard Dregger. / © Foto: Pinel-Verbund

Am Donnerstag führten der Geschäftsführer der Pinel gGmbH Ulrich Seeger und die Architektin Anne Lampen geladene Vertreter der Berliner CDU durch das neue Wohnhaus in der Dominicusstraße 5-9. Neben Pinel-Mitarbeiter*innen, dem Architekturbüro Lampen und Ausführenden des Bauvorhabens nahmen der CDU-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus Burkard Dregger, der Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates der CDU im Landesverband Berlin/Brandenburg Florian Graf sowie die ehemaligen CDU-Abgeordneten im Abgeordnetenhaus Monika Thamm und Michael Freiberger teil.

In den vergangen Monaten wurde der Neubau mit großem Einsatz vorangebracht. Seit August letzten Jahres steht der Rohbau. Nach der Fertigstellung der Gebäudehülle wird seit Donnerstag das Außengerüst der Westfassade abgebaut. Als nächste Schritte folgen die Fertigstellung der technischen Gebäudeausstattung, die Verlegung des Estrichs und im Anschluss Fliesen- und  Malerarbeiten. Florian Graf freute sich darüber, „dass das Bauprojekt mit Herzblut vorangeht.“

Ulrich Seeger erinnerte in seiner Begrüßung an den Kampf um das Fortbestehen des Wohnprojektes 2014 und bekundete seinen großen Dank an die Berliner Politik, insbesondere an Florian Graf, Monika Thamm und Michael Freibgerger, mit deren Unterstützung der Neubau in der Dominicusstraße ermöglicht wurde. So haben Menschen mit psychischen Erkrankungen und ohne finanzielle Privilegien auch in Zukunft die Möglichkeit, mitten in der Stadt selbstbestimmt zu wohnen. Dies stellt eine wesentliche Grundlage der Teilhabe an der Gesellschaft dar.

Vor einem Schaukausten der Ausstellung „T4 – Töten aus Überzeugung“: Anne Lampen, Ulrich Seeger, Burkard Dregger, Monika Thamm, Michael Gollnow, Georg Mast, Florian Graf und Michael Freiberger. / © Foto: Pinel-Verbund

Im Anschluss stellte der Kurator und stellvertretende Wohnhausleiter Michael Gollnow seine Wanderausstellung „T4 – Töten aus Überzeugung – die nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘-Morde in Deutschland und Europa“ vor, die zukünftig als Präsenzausstellung im Bestandsgebäude zu sehen sein wird. Sie hat die Aufarbeitung des tausendfachen Mordes an Menschen mit einer seelischen Erkrankung durch den Nationalsozialismus zum Inhalt. Burkard Dregger sprach diesbezüglich seine Wertschätzung für das gesellschaftspolitische Engagement der Pinel gGmbH aus.

Zum Ende führte Anne Lampen durch die acht Etagen des neuen Wohnkomplexes. Auf jedem Stockwerk bilden Gemeinschaftsräume das Zentrum der Demenz-, Pflege- und Krisenwohngemeinschaften. Von dort aus gelangt man durch die raumhohen Schiebetüren auf die Terrassen oder in den Garten. Auf der Dachterrasse angekommen reicht der Blick vom Schöneberger Rathaus bis hin zum Gasometer. Eine sehr gute Aussicht für Pinel.

Noch im Bau, aber schon jetzt mit toller Aussicht: Auf der Dachterrasse des neuen Wohnhauses in der Dominicusstraße 5-9 / © Foto: Pinel-Verbund