Polnische Delegation zu Besuch in der Pinel gGmbH

Foto: Der Pinel Verbund

Berlin, 20.10.2017 – Am 20. September 2017 besuchte eine polnische Delegation aus Gdnia und Sopot verschiedene Einrichtungen der Pinel gGmbH in Schöneberg. Die BesucherInnengruppe bestand aus MitarbeiterInnen der Sozialämter der Städte Gdynia und Sopot, die Menschen mit psychischen Erkrankungen beraten. Unter den TeilnehmerInnen waren auch Absolventen des Ausbildungsprogramms EX-IN, bei dem psychiatrieerfahrene Menschen zu GenesungsbegleiterInnen ausgebildet werden.

Die polnische Delegation informierte sich über die Angebote sowie die Zuverdienstprojekte des Tageszentrums Schöneberg. „Die polnischen Gäste können von den Erfahrungen der Pinel gGmbH profitieren, da unsere EX-IN – MitarbeiterInnen bereits seit längerer Zeit in unseren multiprofessionellen Teams als GenesungsbegleiterInnen arbeiten“, erläutert Lucyna Brendle, Koordinatorin für deutsch-polnische Zusammenarbeit der Pinel gGmbH. „In Polen ist das EX-IN – Ausbildungsprogramm zwar angelaufen, die Programmm-Absolventen konnten aber bislang noch keine praktischen Erfahrungen sammeln“, führt Brendle aus. … mehr

Berliner Kiez als „Zukunftswerkstatt“ für Psychiatrie: Ambulante Projekte des Pinel Verbundes ermöglichen Integration und Enthospitalisierung von psychisch erkrankten Menschen

Foto: Der Pinel Verbund

Berlin, 05.10.2017 – Anlässlich der Berliner Woche der Seelischen Gesundheit stellt der Pinel Verbund am 13. Oktober mit einem Kiezspaziergang in der Schöneberger Ebersstraße seine Projekte in der gemeindenahen psychosozialen Versorgung vor. „In der Ebersstraße in Schöneberg finden wir deutschlandweit einzigartige und zukunftsweisende ambulante Strukturen, die sowohl die gesellschaftliche Teilhabe psychisch erkrankter Menschen als auch die Reduzierung von Klinikaufenthalten ermöglichen“, sagt Peter Seifert, stellvertretender Regionalleiter der Pinel gGmbH. „Sei es die Krisenpension, die eine Alternative zur Klinik bietet, oder das Restaurant Pinelli – die Vielseitigkeit und Vernetzung der unterschiedlichen Angebote ist eine Bereicherung sowohl für unsere KlientInnen als auch für den Kiez, der durch die Pinel-Projekte immer bunter wird und zudem von unseren Dienstleistungen profitiert“, führt Seifert aus. … mehr

20 Jahre gelebte Inklusion: Die Tagesstätte im Café Pinjo feiert ihr 20-jähriges Bestehen

©Pinel gGmbH

[Berlin, 26.09.2017] Am 22. September fand die Feier zum 20-jährigen Bestehen der Tagesstätte im Café Pinjo statt. Bei Rundgängen durch die Räumlichkeiten der Beschäftigungstagesstätte konnten sich die zahlreichen BesucherInnen über die Angebote der Pinel-Einrichtung informieren. Die Mediengruppe präsentierte den Gästen einige spannende Kurzfilme, in denen u.a. die Reiseausflüge von KlientInnen festgehalten wurden. Die Gäste freuten sich über das leckere Buffet, das vom Gastronomieteam zubereitet wurde. An der Feier nahmen auch Akteure der ersten Stunde teil, die vor 20 Jahren an der Entstehung der Beschäftigungstagesstätte beteiligt waren.

Wolfgang Christ, Leiter der Einrichtung, sprach in seiner Begrüßungsrede von der Tagesstätte als einem „Ort, an dem humanes, vertrauensvolles und gemeinschaftliches Handeln in den Vordergrund rückt“. „Seit zwei Jahrzehnten bieten wir einen bedürfnisorientierten Sozialraum, der sich gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung wendet“, so Herr Christ. Der stellvertretende Regionalleiter des Pinel-Standortes in Wilmersdorf, Jochen Oppermann, sprach vom Café Pinjo als einem Ort der gelebten Inklusion. Die Gäste von Café Pinjo nähmen es wohlwollend zur Kenntnis, dass hier Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen arbeiten. „Hier gibt es auch Stammgäste – und das ist auch gut so“, führt Herr Oppermann aus. Das Café Pinjo sei wichtig für die Identitätsfindung der KlientInnen, die darauf stolz seien, hier zu arbeiten, so Herr Oppermann weiter. … mehr

Bericht zur T4-Ausstellung der Pinel gGmbH im Warschauer Haus der Begegnungen mit der Geschichte

©Pinel gGmbH

Am 1. September 2017, um 18 Uhr, wurde die T4- Ausstellung der Pinel gGmbH im Haus der Begegnungen mit der Geschichte eröffnet. Die Präsentation der Ausstellung erfolgte durch eine Einladung der Leitung des Dom Spotkań z Historią und auf Initiative von Lucyna Brendle, Koordinatorin für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Unser besonderer Dank gilt hierbei dem Direktor des Hauses Herrn Piotr Jakubowski, sowie Frau Monika Kapa-Cichocka und Frau Katarzyna Puchalska   die es ermöglich haben, die T4-Ausstellung an diesem Ort zu zeigen. Die Vorsitzende des Stadtrates von Warschau, Frau Ewa Malinowska-Grupinska, war durch ihren Öffentlichkeitsmitarbeiter, Herrn Slavomir Paskiet, vertreten.

Der 1. September ist in Polen ein wichtiger Gedenktag, der an den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 erinnert. Dieser Tag steht nicht nur für den Beginn des Zweiten Weltkrieges, sondern er stellt auch eine Zäsur in der Menschheitsgeschichte dar. Es war ein Ereignis, das die Welt veränderte, in dem sich der Übergang von der Zivilisation zur Barbarei vollzog. … mehr

Liederkreis der Kontakt- und Beratungsstelle der Pinel gGmbH in Schöneberg

©Pinel gGmbH

Jeden Dienstag, um 15 Uhr, trifft sich im Pinellodrom unser Liederkreis. Dabei singen 8 bis 10 KlientInnen Lieder aus den verschiedensten Musikgenres. Jeder Teilnehmende schlägt dabei einen Song vor, der dann von allen gesungen wird. Die Gruppe existiert bereits seit 15 Jahren und wird von Manfred Ackermann geleitet, der die Lieder mit seiner Gitarre begleitet. „Es ist wirklich jeder bei uns willkommen, auch diejenigen, die `nicht singen` können und nur mal reinschauen möchten. Es geht bei uns ganz locker zu“, erzählt Manfred Ackermann. „Die Menschen kommen zu uns aus Spaß an der Freude“, führt der Pinel-Mitarbeiter aus.

Dem Pinel-Mitarbeiter zufolge kann man den Zweck des Liederkreises am besten mit dem Zitat aus einem Lied von Horacio Guarany beschreiben: „Wenn der Sänger schweigt, schweigt das Leben, weil das Leben, eben dieses Leben, ein Gesang ist“.

„Ich denke, dass viele Mitsänger das ähnlich empfinden. Gemeinsames Singen bedeutet für sie jedes Mal ein großes Aufflammen von Gefühlen, oft sehr wechselhaft wie auf einer Achterbahn. Lustigen Liedern folgen ernste oder gar traurige, oft im ständigen Wechsel. Dies ermöglicht eine große Verarbeitung von Gefühlen“.

Der Liederkreis ist ein wöchentliches Angebot der Pinel gGmbH.

Interview mit Wolfgang Christ anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Tagesstätte im Café Pinjo

[Berlin, 14.09.2017]

Herr Christ, am 22. September feiert die Beschäftigungstagesstätte im Café Pinjo ihr 20-jähriges Jubiläum. Sie sind ja mit Unterbrechungen bereits seit 1990 für Pinel tätig und haben im Jahre 1997 die Tagesstätte mit aufgebaut. Wie kam es zur Entstehung der Tagesstätte und wie haben Sie es persönlich miterlebt?

©Pinel gGmbH

Zunächst wurde ein Patienten-Club in den Binger-Club, unsere Kontakt- und Beratungsstelle, verwandelt. Aus der Kooperation zwischen der Kontaktstelle und dem Sozialpsychiatrischen Dienst entstand zudem die Idee, Betreutes Wohnen zu entwickeln. Das, was wir heute als Versorgungsnetz in der Gemeindepsychiatrie kennen, gab es zu damaliger Zeit gar nicht. In drei Etappen entstand dann das heutige Betreute Einzelwohnen (BEW), das es heute noch immer gibt. In den 90er Jahren kam man zum Entschluss, dass man Landesnervenkliniken in die Gemeinde holen musste. Der Psychiatrieentwicklungsplan – die Psychiatrie-Enquete – sah dann gemeindenahe Versorgung von psychisch beeinträchtigten Menschen vor, mit einer Klinik, einer Kontakt- und Beratungsstelle usw. In diesem Zusammenhang wurden in Berlin 1500 Betten in einer Langzeitstation aufgelöst. Die frei gewordenen Finanzmittel wurden in größere Wohneinrichtungen und in die Tagesstätten investiert. Die Menschen, die aus den Langzeitstationen entlassen wurden und noch nie eine eigene Wohnung hatten, mussten ja betreut werden. Einige dieser ehemaligen Langzeitpatienten sind dann in unsere damals entstandene Beschäftigungstagesstätte gekommen. Im Oktober 1997 haben wir erste Menschen hier empfangen, die bei uns eine feste Tagesstruktur jenseits der Betreuung zu Hause vorgefunden haben. … mehr

8. Sportfest des Netzwerkes für Gesundheit und Bewegung (ngb)

[Berlin, 13.09.2017] Am 15. September, um 10 Uhr, startet das 8. Sportfest des Netzwerkes für Gesundheit und Bewegung (ngb), dessen Arbeit auch die Pinel gGmbH mitgestaltet. Zu den Sportangeboten des Festes zählen Fußball, Tischtennis, Volleyball, KUBB sowie Sponsorenlauf. Der Veranstaltungsort ist der Sportplatz am Uranusweg 34 im Bezirk Reinickendorf.

Beim Sponsorenlauf können interessierte KlientInnen Sponsorengelder für die NGB-Angebote oder eigene sportliche Ausrüstung erlaufen. Dabei suchen sich die TeilnehmerInnen mit Beeinträchtigungen ihre Sponsoren selbst aus. Unter ihnen werden sowohl Familienangehörige als auch VertreterInnen der beteiligten Träger zu finden sein. … mehr

Auftritt der Trommelband „Die Schlagfertigen von Pinel“ auf der IGA 2017

©Pinel gGmbH

[Berlin, 28.08.2017] Am 16. und 17. September tritt die Trommelgruppe „Die Schlagfertigen von Pinel“ im Vorprogramm der Oper „Carmina Burana in the garden“ auf der IGA 2017 auf.

Mit ihrer musikalischen Tätigkeit erfüllen sich die Bandmitglieder einen Traum. Sie begeistern das Publikum und werden als KünstlerInnen wahrgenommen. “Teamwork makes the dream work” – das ist der Schlüssel des magischen Zusammenspiels. Gemeinsam etwas erreichen, unabhängig von Krankheit oder Geldbeutel – darum geht es den Mitgliedern der Trommelgruppe. Unter dem Motto „Musik aus Liebe zum Leben“ verzaubern „Die Schlagfertigen von Pinel“ ihr Publikum auf zahlreichen Events. Afrikanische und brasilianische Rhythmen wie die Samba sind bereits seit über 10 Jahren fester Bestandteil des Programms. … mehr

Psychoseseminar zum Thema Umgang mit Nebenwirkungen

[Berlin, 07.08.2017] Am 8. August veranstaltet die Pinel gGmbH zusammen mit der Platane 19 gGmbH das Psychoseseminar zum Thema Umgang mit Nebenwirkungen. Das Seminar findet im Tageszentrum der Platane 19 gGmbH, Gierkezeile 9, 105885 Berlin, um 17 Uhr statt. Die Veranstalter wollen mit TeilnehmerInnen über das Erleben von Psychosen sowie über persönliche Erfahrungen aus unterschiedlichen Sichtweisen diskutieren. Indem Betroffene, Angehörige sowie PsychiatriemitarbeiterInnen ihre Erfahrungen und Wissen austauschen, sollen Missverständnisse abgebaut werden. Auf diese Weise wird ein besseres Verständnis für die Anliegen und Probleme aller Beteiligten gefördert.

Das Seminar ist Teil der Veranstaltungsreihe, die sich mit verschiedenen Aspekten der Psychiatrie befasst. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen u.a. die Rolle von Psychopharmaka in der Behandlung einer Psychose, die Dauer eines Klinikaufenthaltes, die Schutzmöglichkeiten vor dem Ausbruch einer Psychose, die Hilfsangebote nach einer akuten Phase. Für Interessentinnen und Interessenten gibt es keine Anmeldepflicht. Die Inhalte der Gespräche werden vertraulich behandelt. Die Veranstaltungsreihe findet in Zeit vom 11. Juli bis 12. Dezember 2017 jeweils am 2. Dienstag im Monat statt.

Die T4-Ausstellung wird zum 1. September 2017 in Warschau gezeigt

©Peter Brendle

[Berlin, 07.08.2017] Die Leitung des Warschauer Museums `Dom Spotkan z Historia`(Haus der Begegnungen der Geschichte) hat Michael Gollnow, Kurator der Pinel T4-Ausstellung zum 1. September 2017, dem Jahrestag des Überfalls Nazi-Deutschlands auf Polen, eingeladen. Die Einladung kam auf Vermittlung von Lucyna Brendle, der Koordinatorin für deutsch-polnische Zusammenarbeit zustande. Der Überfall auf Polen am 1. September 1939 durch die deutsche Wehrmacht stellt eine Zäsur in der Menschheitsgeschichte dar. Es war ein Ereignis, das die Welt veränderte, in dem sich der Übergang von der Zivilisation zur Barberei vollzog. Michael Gollnow wird einen Teil der T4-Ausstellung präsentieren und einen Vortrag über die NS-„Euthanasie“ in Polen halten. Für Pinel ist es eine besondere Ehre, an diesem für Polen so wichtigen Gedenktag dabei sein zu dürfen.